Beckenverwringung

Die Beckenverwringung in der Integralen Orthopädie

Zusammenfassung 

Das vegetative oder autonome Nervensystem (ANS) verliert bei übermäßigem Stress seine physiologische Regulationsfähigkeit zwischen Leistungs- und Entspannungsmodus und verharrt meist im Anspannungsmodus (Sympathikotonus). Das damit eng gekoppelte Fasziensystem (FS) reagiert mit einer asymmetrischen Ganzkörperverspannung, die sich an einer Beckenverwringung erkennen lässt (Absatz 2 und 5) . Die (Selbst-)Behandlung (Absatz 6) entlastet  die inneren Stressfaktoren, wie Störherd, überlastete Schlüsselzonen, wie den vorderen Hals und die Flankenregion, blockierte Schlüsselgelenke, wie das ISG, die 12.Rippe oder die Kopfgelenke und auch die Auswirkung äußerer Stressfaktoren. Die Selbstbehandlung sollte  regelmäßig bzw. bei übermäßigem Stress fortgesetzt werden. Testen Sie dazu regelmäßig Ihr Becken und führen Sie dann zumindest die unten beschriebene Nabel-Hals-Integration durch. Wenn sich das Becken daraufhin anhaltend entspannt, reicht schon die regelmäßige Anwendung der Basisübung (7.1.1.).

Vorwort

Die Beckenverwringung (Bv) ist aus meiner Sicht (Integrale Orthopädie) die erste, wichtigste und häufigste Entgleisungsreaktion des Bewegungsapparates auf Stress. Die meisten meiner Patienten leiden unter ihren Ursachen sowie ihren Auswirkungen. Wie Sie beides  mit der Faszien Integrationstherapie (FIT) behandeln können, möchte ich Ihnen hier in Kürze und in meinen Büchern  ausführlicher vorstellen.

Die Bv ist Folge einer stressbedingten, asymmetrischen  faszialen Ganzkörperverspannung und mit dieser zusammen m.E. die funktionelle Grundursache für die meisten,chronisch wiederkehrenden Rückenschmerzen und alle mit der Wirbelsäule zusammenhängenden Beschwerden. Gleichzeitig weist die Bv auf eine gestörte Selbstregulationsfähigkeit des ANS mit Fixation im Leistungsmodus bei gestörter Entspannungsfähigkeit an. Unsere Selbstheilungskräfte sind geschwächt und unser Körper ist weniger belastbar. Beschwerden häufen sich und auch sonst erfolgreiche natürliche Behandlungen bringen keine bleibende Besserung.

Die folgenden Ausführungen beschreiben zunächst die einer Bv zugrunde liegenden physiologischen und anatomischen Zusammenhänge des autonomen Nervensystems mit dem Fasziensystem und danach wie Sie selbst bei sich oder Ihren Patienten bzw. Angehörigen die Ursachen für die Bv erkennen und behandeln können.

Die passagere bzw. anhaltende Auflösung der Bv gibt klinisch reproduzierbare Hinweise auf Ihre individuellen Stressfaktoren bzw. Störherde, die für die Bv zuständig sind. Da die Überlastung des ANS und damit die Bv bei übermäßigem Stress immer wieder auftreten kann, ist eine regelmäßige Entspannungsbehandlung mit den hier beschriebenen Integrationstechniken erforderlich,. Diese unterstützen Ihre körpereigenen Selbstregulationskräfte und fördern damit eine kontinuierliche Verbesserung Ihrer körperlichen Belastbarkeit und geistig-emotionalen Schwingungsfähigkeit.

Die hier beschriebenen Erkenntnisse  bauen auf meinen langjährigen praktischen Erfahrungen als Orthopäde, Sportmediziner, Osteopath und v.a. practitionar der Ortho-Bionomy auf. Sie können bei korrekter Anwendung der Techniken jederzeit nachvollzogen werden. Für interessierte Patienten, Therapeuten und Kollegen sind sie bewusst etwas ausführlicher dargestellt, da die ursächliche Entlastung des vegetativen Nervensystems die Nachhaltigkeit anderer natürlicher Therapieverfahren auf einfache Weise unterstützt. Da diese Methode aus meiner Sicht einen grundlegend neuen und ursächlichen Zugang, nicht nur zur Vorbeugung und Linderung von chronischen Rücken- und Gelenkschmerzen, sondern allen stressinduzierten Beschwerden und Erkrankungen darstellt und relativ leicht sowohl von Patienten als auch Therapeuten in den Alltag bzw. die Arbeitsweise integriert werden kann, mache ich meine Erkenntnisse frei zugänglich und stelle diese auch gerne in entsprechenden Kliniken oder Ausbildungszentren vor. Bei Übernahme dieser Erkenntnisse in eigene Veröffentlichungen und Therapiekonzepte bitte ich lediglich um eine entsprechende Quellenangabe. Für weitere Informationen und hier nicht erwähnten wissenschaftlichen Quellenangaben verweise ich auf mein Buch: Neue Chance gegen Schmerzen – Faszien Integrationstherapie.  In Kürze werde ich an dieser Stelle auch den Link zu einem Lehrfilm über die Behandlung der Bv auf you tube mitteilen.

1 Anatomie und Physiologie  

a Das autonome Nervensystem

Unsere unbewussten Körpervorgänge, wie Herz-Kreislauf Tätigkeit, Verdauung, Immunabwehr, Fortpflanzung und Zellneubildung und zum großen Teil auch unsere Psyche werden vom autonomen Nervensystem (ANS) gesteuert. Dieses kennt einen Leistungsmodus (Sympathikotonus ) und einen Entspannungs- und Regenerationsmodus (Parasympathiko- oder Vagotonus). Übermäßiger oder anhaltender Stress kann zu einer Regulationsstörung des ANS führen, zunächst mit anhaltendem Stressmodus und später mit anhaltendem Erschöpfungsmodus führen. Denn Körper und Psyche können sich mehr richtig entspannen und sich somit auch nicht mehr ausreichend regenerieren.

Der Hauptnerv des Parasympathikus, der Vagusnerv, hat eine Verbindung mit den Gesichts- und inneren Halsnerven sowie über den „zurück kehrenden Nerv“ mit der Region des ersten Halswirbels, des Atlas. Der Vagus endet vorne in einem Nervengeflecht im Oberbauch hinter dem Nabel am quer verlaufenden Dickdarm und hinten hinter dem Kreuzbein.

Die sympathischen Nervenzentren liegen im sympathischen Grenzstrang vor der Wirbelsäule, mit Zentrum im Sonnengeflecht, etwa in Höhe des Nabels.

Auf jeden Stressimpuls, mit und ohne Ausschüttung von Stresshormonen und Cortisol in der Nebenniere, reagiert der Körper mit einer asymmetrischen Anspannung der beiden, in Höhe von Nebennieren und Sonnengeflecht entspringenden, zentralen Muskel-Faszienketten des Körpers, die sich als Bv zeigt.  Die Bv war in unserer Vorgeschichte sicher sinnvoll als  Vorbereitung einer Flucht- oder Angriffsreaktion. Findet diese jedoch nicht statt und/oder  bleibt die Ausschüttung der Stresshormone, bleibt auf Grund der engen Verflechtung der sympathischen Nervenendigungen mit dem Fasziensystem auch die Bv.

b Das Fasziensystem

Das Fasziensystem (FS) umhüllt wie ein dichtes, dreidimensionales Spinnennetz nicht nur alle unsere Muskeln und inneren Organe sondern auch unsere Gefäße und Nerven, einschließlich Rückenmark und Gehirn.  Zwischen den Faszienhüllen in der sogenannten Zwischenzellsubstanz oder Matrix treffen sich die Endausläufer der Gefäße und Nerven, insbesondere des sympathischen Nervensystems und werden Informationen, Stoffwechselschlacken und Nährstoffe weiter geleitet.

Das Fasziensystem oder Bindegewebe verbindet somit den ganzen Körper und  ermöglicht die dynamische Stabilität und energiesparende Funktionsweise unseres Bewegungsapparates und unserer inneren Organe. Aber es ermöglicht auch unsere unbewusste, emotionale Körperwahrnehmung und Körperausstrahlung und verbindet diese mit unserem Bewusstsein. Es  erfüllt physikalisch die Voraussetzung eines Flüssigkeitskristalles und damit für eine, unseren ganzen Körper umfassende Empfangs- und Sendeantenne.  Wie die praktische Erfahrung zeigt können Faszien Emotionen wahrnehmen, weitergeben  und speichern. Wir merken das an einer Verkrampfung bei Stress und anderen unangenehmen eigenen oder fremden Emotionen und Entspannung in angenehmer Umgebung, durch angenehme Gefühle und Berührungen sowie an der häufigen Freisetzung von Emotionen bei einer faszialen Entlastung, insbesondere der eines Störherdes.

Die Faszien verlaufen in Längsbahnen den sogenannten Muskel-Faszienmeridianen nach Myers von den Augenbrauen bis zu den Füßen bzw. Händen, umhüllen dabei unsere großen Körperhöhlen und stabilisieren unser Skelett, insbesondere unseren Rücken.

Verspannungen und Verklebungen im Verlauf der faszialen Längsbahnen oder Körperhöhlenumwandungen können entweder Auswirkungen haben durch Unterbrechung des Energie- und Informationsfluss oder Verzerrungen des Fasziengefüges oder als Störherd. Stress führt nachweislich zu einer Verdickung und Verklebung insbesondere der großen Rückenfaszie.  Entspannungstechniken, Dehnungen, Bindegewebsmassagen, wie Rolfing oder Akupunktur können nachweislich Verklebungen auflösen.

Die vom Autor entwickelten Integrationstechniken entlasten den Sympathikus, sowohl über die Entstörung von Störherden, als auch über die zentrale sowie lokale Entlastung des Fasziensystems und aktivieren gleichzeitig den Vagus durch lokale Hautreflexe und bewusste Konzentration auf die Berührungszonen.

Mehr zu Faszien- und Grundsystem 

c Störherde und Ihr persönliches Stressmuster

Jeder Mensch hat in seinem Körper harmonisch in seinem individuellem Schwingungsmuster schwingende Zellsysteme und meist auch mehrere überlastete oder traumatisch veränderte Zellsysteme, die nicht mehr synchron mitschwingen und das System dadurch als sogenannter Störherd belasten. Kommt es durch diesen Stress  bereits zu einer chronischen Überlastung unserer vegetativen Regulationszentren  reagiert unser System zunächst mit einer anfangs noch symptomarmen Bv. Bei zusätzlichem äußeren Stress kann jedoch die Regulationsfähigkeit unseres ANS und FS dekompensieren. Wir bemerken dies an Spannungen und Schmerzen oder sonstigen Beschwerden an unseren individuellen Schwachstellen sowie einer zunehmenden psychichen und körperlichen Erschöpfung.

d Die Bedeutung des Nabels   

1. Neuraltherapie: In der Neuraltherapie werden Störherde durch Unterspritzen mit örtlichen Betäubungsmitteln entlastet. Die Injektion an den Nabel als zentralen Störherd führt zu einer Umstellung des gesamten Vegetativums vom Stress- in den Entspannungsmodus.

2. Fasziensystem:  Im Nabel verbinden sich alle Faszienstränge und -hüllen. Der Nabel kann daher als zentraler Verbindungs- und wie Sie sehen werden, auch Schaltpunkt des gesamten Fasziensystems gesehen werden.

3. TCM: In der traditionellen chinesischen Medizin wird der Nabel als Meer der Energie bezeichnet, das über die Meridiane den Körper mit Kraft und Information versorgt.

4. Schwingungslehre: Der im Jahre 2000 verstorbene indische Naturforscher, Kernphysiker, Musiker und Mystiker lehrt von einem persönlichen Grundton eines jeden Menschen, dessen Quelle im Nabel schwingt und sieht Krankheit als Folge einer Störung dieses Grundtons an. Die Nabelintegration entlastet den Nabel und überträgt dessen Schwingungsfrequenz auf gestörte Körperregionen.

2 Untersuchungsbefund

So können Sie an sich selbst oder Ihren Angehörigen testen, ob Sie eine Bv haben, also Ihr Körper im Stressmodus fixiert ist:

  1. Hüftbeuger (Iliopsoas): Ziehen Sie im Liegen nacheinander beide Knie, so weit es geht, hoch an die Brust. Der typische Untersuchungsbefund zeigt bei Stress auf der Seite des verkürzten Hüftbeugers (meist links) ein Anheben des gestreckten Beines, wenn das gegenseitige Knie zur Brust gezogen wird. Auf der Gegenseite ist durch die Adduktorenspannung die endgradige Beugung oft schmerzhaft.
  2. Hüftanspreizer (Adduktoren): Dann stellen Sie im Liegen bei gebeugten Hüften und Knien beide Füße auf und überprüfen, ob die vorderen Beckenkämme auf einer Höhe liegen. Lassen Sie dann nacheinander beide Knie nach außen fallen. Mit einer Hand halten Sie dabei die gegenseitige Beckenschaufel fest.
    Auf der Seite der verkürzten Adduktoren (meist rechts) ist die Abspreizung der gebeugten Hüfte vermindert.
    Prinzipiell kann aber auch eine gegenseitige oder beidseitige Verspannung der Hüftmuskeln vorliegen. Bei leichterem Stress verkrampfen sich meist nur die Adduktoren rechts.

 

Die Anspannung von Hüftbeuger und Adduktoren kann natürlich auch einzeln oder gleichseitig vorliegen oder sich im Lauf einer zunehmenden Zentrierung und Stabilisierung verändern. Bei leichterem Stress zeigt sich dann oft nur noch eine Adduktorenverspannung rechts, die dann auch zum Teil an einer Schambeinfugen- oder ISG-Irritation liegen kann.

Und so können Sie im Stehen testen, ob ggf. ein vegetativ bedingter Stressmodus vorliegt:

3. Schulterverwringung: Im Stehen zeigt sich eine gleichzeitig oder unabhängig von der Bv vorhandene, asymmetrische, fasziale Verspannung an einer unterschiedlichen Abspreizbarkeit der Arme bei fixiertem Schulterblatt, die sich analog zur Bv bei Entlastung des vegetativen Nervensystems auflöst. Manchmal verbleibt die Schulterverwringung auch nach Auflösung der Bv, als Hinweis auf einen verbliebenen Störherd in der oberen Körperhälfte.

3 Die Ganzkörperverwringung (für Therapeuten)

Bei der häufigsten Form der Bv verdreht sich das Becken und damit der ganze Körper nach links. Die Beckenschaufeln sind links nach vorne und unten und rechts nach hinten und unten verdreht mit entsprechendem Tiefstand des vorderen Darmbeinstachels links und des hinteren rechts. Ursächlich dafür sind links dominierend die Hüftbeuger verspannt und auf der Gegenseite dominierend der Quadratus lumborum mit der zwölften Rippe und die Hüftanspreizer oder Adduktoren. Beide zugehörigen Muskel-Faszienzüge entspringen in der Körpermitte und ziehen über das Becken zu den Füßen. Entsprechend sind beide Beine nach rechts verdreht, was in der Regel zu einer gegenläufigen Ausrichtung der Bein- und Fußgelenke führt.
In Folge der Drehung des Beckens ist auch der gesamte Rumpf bei der o.g. Konstellation typischerweise faszial nach rechts gedreht, inklusive der zwölften Rippe.  Nach Lösung der Faszienspannung  im li. Quadratus zeigt sich jedoch meist eine Entlastung des ISG durch Schub des Darmbeins beidseits nach hinten (Posterior Stellung).

Schulterverwringung: Der Schultergürtel zeigt meist analog eine Verwringung nach rechts mit Neigung des li. Schulterblattes nach vorne und des re. nach hinten und asymmetrisch eingeschränkter Abspreizung der Arme.

Halsverwringung: Der Kopf  wird durch die Fortsetzung des rechten Adduktorenzuges über die schrägen Bauchmuskeln nach rechts vorne gezogen und gleichzeitig durch die Fortsetzung der zum Teil ebenfalls diagonal laufenden hinteren faszialen Züge und der oberen Anteile des Kopfnickers  nach links hinten gezogen, so dass normalerweise der linke Querfortsatz prominent hinter der Ohrmuschel zu tasten ist. Ist der Atlas jedoch nach rechts verzogen, deutet dies auf eine Unterbrechung der myofaszialen Längsbahnen, meist durch eine Blockade im Brustwirbelsäulenbereich. Vor jeder Atlasbehandlung sollte daher erst der vordere fasziale Zug am Kopfnicker und dann der hintere fasziale Zug an den Nackenstreckern entlastet werden.

Beinverwringung: In der Mitte des Beckens vorne ist immer die Schambeinfuge blockiert und beidseits in Verlängerung der Faszienstränge oder myofaszialen Leitbahnen die Fußwurzelgelenke und zwar rechts meist im Sinne einer Drehung des Fußes nach innen und Verschiebung im Sprunggelenk nach hinten und links umgekehrt. Die Entlastung erfolgt jeweils durch Betonung des Musters, wie unsere Patienten dann individuell als Hausaufgabe lernen.

Irritation von Schlüsselgelenken, wie der 12. Rippe, der Kopf- und Lumbosacralgelenke oder der Fußwurzelgelenke können dieses Muster auch unterbrechen.

4 Stress als Ursache

Nicht nur übermäßiger und als unangenehm empfundener äußerer Stress belastet ihr System.

Die meisten Menschen leiden bereits lange unter einem inneren Stress durch alte Trauma- oder Überlastungsfolgen, z.B. in Form störender Narben, ungelöster, faszial gespeicherter Emotionen oder häufig bzw. dauernd blockierter Schlüsselgelenken, z.B. der Kopfgelenke, des Kiefers oder der Fußgelenke, meist verbunden mit einer chronischen Fehlhaltung.  Auch eine chronische Überlastung Ihrer Augen oder Ohren, Ihres Immunsystems, insbesondere der Mandelregion, z.B. durch Infekte, Allergien oder chronische Krankheiten oder Ihres  Darmes, z.B. durch eine Fehlernährung oder Fehlbesiedlung  können Ihr System belasten.

Durch die innere Belastung ist die Belastbarkeit für äußeren Stress herabgesetzt und der Körper dekompensiert schneller bei Überlastungen.  Dazu kann mechanischer Stress gehören, z.B. durch eine akute oder chronische Überlastung des Rückenstreckers (Quadratus lumborum) durch Verheben oder Verkühlen, zu langem Sitzen oder Stehen, aber auch durch Kieferfehlstellungen, Zahnspangen oder andere Fremdkörper oder psychischer Stress durch nicht verarbeitete eigene oder fremde Emotionen.

Alte Traumata, aber auch der Alltagsstress können durch Speicherung von nicht verarbeiteten, emotionalen Schwingungen im Fasziensystem  eine Auswirkung haben auf das energetische Umfeld des Körpers, die sogenannte Aura und auch dort energetische Störherde hinterlassen, die unbemerkt Körper und Psyche belasten.

Jeder Stress kann über die Hypothalamus- Hypophysen- Nebennierenachse das autonome Nervensystem überlasten und zur Bv führen.

Bei der Untersuchung erkennen Sie einen Störherd an der vorübergehenden Auflösung der Bv auf durch Entfernung störender Fremdkörper und während der direkten oder indirekten ( durch die Körperschichten) Berührung  störender  Narben, Organe oder Schlüsselgelenke oder nach der Entlastung der Aura.

Bei der Behandlung zeigt sich ebenfalls nach der Entlastung jedes einzelnen Stressfaktors eine Auflösung der Bv. Diese baut sich jedoch jeweils meist innerhalb einer Minute  immer wieder auf, bis alle Stressfaktoren beseitigt sind.

Die Behandlung mit den Integrationstechniken unterstützt nicht nur die fasziale Ganzkörperentspannung, wie sich direkt an der Auflösung der Becken- bzw. Schulterverwringung nachweisen lässt, sondern auch die Lösung der nicht verarbeiteten, unbewusst faszial oder energetisch gespeicherten Emotionen.

Nach einer Behandlung kann äußerer Stress jedoch über eine Überlastung des Sympathikus oder des Fasziensystems die inneren Stressfaktoren immer wieder aktivieren. Bei emotionalen Störherden, insbesondere nach Traumata, erfolgt dies oft durch Kontakt mit einer ähnlichen emotionalen Schwingung, oft im Sinne einer angedeuteten, meist unbewussten „Triggerung“.

Die erneute Entgleisung mit Fixierung im Stressmodus können Sie leicht an einem Wiederauftritt der Bv feststellen. Durch die zu erlernenden Übungen, speziell die Nabelintegration, können Sie jedoch lernen, Ihr System immer wieder und zunehmend tief zu entspannen und damit auch auf Dauer belastbarer zu machen.

Chronische Krankheiten, Fehlernährung oder lange andauernder physischer, allergischer, emotionaler oder elektromagnetischer Stress können über eine Verschlackung und Übersäuerung der bindegewebigen Grundsubstanz eine hartnäckige Regulationsstörung des vegetativen Nervensystems bedingen.  Die Bv löst sich dann entweder nicht vollständig oder auch nur kurz auf und eine Behandlung des Grundsystems, z.B. mit Ernährungsumstellung oder einer Veränderung der Arbeits- oder Lebenssituation ist anzustreben.

Zeigt sich trotz entsprechender Stressvorgeschichte keine Bv, kann dies auch ein Hinweis auf einen fixierten Vagotonus  mit Erschöpfungssyndrom oder burn out sein. Durch die beschriebene Entlastung der Stressfaktoren wird das Reservoir der Neurotransmitter aufgefüllt und es zeigt sich nach einer Weile vorübergehend eine Bv, die dann durch weitere Entlastung wieder verschwindet.

5 Auswirkungen von Stress und Beckenverwringung

Das vegetative oder autonome Nervensystem verliert seine physiologische Regulationsfähigkeit zwischen Leistungs- und Entspannungsmodus und verharrt meist im Anspannungsmodus (Sympathikotonus) , nach einer langen Stressphase ev. auch im Erschöpfungszustand. In diesem Fall kann trotz chronischer Beschwerden auch das Becken entspannt sein. Die Bv tritt dann als Zeichen einer zurück kehrenden Reaktionsfähigkeit der körpereigenen Regulation im Laufe der Behandlung erst auf und verschwindet dann bei zunehmender Entlastung wieder.

In beiden Fällen, sowohl im fixierten, als auch im erschöpftem Stressmodus leiden die vom Vagusnerven versorgten inneren Organe, das Immun- und Hormonsystem, einschließlich der Libido und durch die stressbedingte Minderdurchblutung der entsprechenden Hirnareale und Erschöpfung der entsprechenden Botenstoffe auch die emotionale Schwingungsfähigkeit und geistige Kreativität sowie Freude am Leben.

Am Bewegungsapparat reagiert der Körper mit einer anhaltenden, meist asymmetrischen  Anspannung des gesamten Faszienapparates, die sich bei der Untersuchung meist an einer Beckenverwringung und / oder asymetrischen Verkürzung der Schulteranspreizer zeigt.

Die  korkenzieherartige Verwringung des Rumpfes und oft in der Folge oder zusätzlich vorhandene funktionelle Beinlängendifferenz, Fehlstellung und Verspannung der ISG und Kopfgelenke können Auswirkungen haben auf die Spannung der gesamtem Wirbelsäule und aller von der Wirbelsäule aus nervös versorgten Organe und Regionen.

Die orthopädischen Symptome können reichen von Kopf- und Nackenschmerzen mit Schwindel, Sehstörungen, Tinnitus, Schulter- und Armschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Beklemmungsgefühl im Brustkorb, Ober- oder Unterbauchbeschwerden bis zu akuten und chronischen Rücken-,Becken- und Beinschmerzen.

Erwachsene entwickeln schnell  belastungsabhängige Rücken- und oft Nacken-Kopfschmerzen oder zumindest eine eingeschränkt Belastbarkeit des Rückens und der Beingelenke. Auch sportliche und feinmotorische Spitzenleistungen sind beeinträchtigt.

Der typische Anlaufschmerz im Rücken morgens oder nach längerem Sitzen verliert sich oft mit einer verbesserten Durchblutung der verkrampften Muskulatur durch Bewegung und Wärme. Der Belastungsschmerz nimmt meist bei Fehlhaltung vor allem langem Sitzen oder Stehen und häufigem Bücken sowie schwerem Heben zu. Durch die Verknüpfung des ANS und des FS sowie bestimmter Schlüsselgelenke, wie der ISG mit der Psyche kommt es meist auch zu einer anfangs noch leichten und durch den Verbrauch der entsprechenden Neurotransmitter auch zunehmenden Depressionen und anderen Symptomen der vegetativen Erschöpfung.

Kinder haben auf Grund der Flexibilität ihrer Faszien und Gelenke oft weniger ausgeprägte oder keine körperlichen Beschwerden, aber oft schon Haltungsstörungen, wie Beinlängendifferenzen, Rückenverkrümmungen (Skoliosen) oder psychische Beschwerden wie Verhaltensauffälligkeiten oder Lernstörungen.

6 Testen über die Bv

Um Ihr autonomes Nervensystem und das damit verbundene Fasziensystem zu entspannen und damit seine Regulationsfähigkeit wieder herzustellen, müssen Sie erst ein Mal feststellen, was Ihrem Körper Stress macht.

Die Integrale Orthopädie stellt dazu als einfaches, objektives und leicht reproduzierbares Testverfahren die Bv vor. Diese löst sich nämlich jedes Mal vorübergehend kurz auf, wenn Sie einen Stressauslöser berühren. Anschließend müssen Sie diesen Stressfaktor dann natürlich noch, wie unten beschrieben, entlasten.

Unser Körper besteht letztlich aus harmonisch miteinander schwingenden Atomen und Elektronen. Überlastete oder traumatisierte Körperregionen schwingen jedoch nicht harmonisch mit und können als sogenannter Störherd den Körper stören, bzw. stressen. Das merken Sie daran, dass sich die Bv direkt auflöst, wenn Sie deren unharmonische Schwingung mit der Hand abdecken, bzw. das Störfeld energetisch entlasten.

Typische Störherde sind die vordere Halsregion sowie Narben und traumatisierte Gelenke bzw. Faszien. Energetische Störfelder befinden sich in der Umgebung von überlasteten Schlüsselzonen, wie Störherden oder vegetativen Nervengeflechten bzw. Energiezentren (Chakren).

Primäre Störherde sind solche, die eine Bv auslösen:  Zum Testen von primären Störherden oder überlasteten Schlüsselgelenken legen Sie eine Hand oder einen Finger auf ein vermutetes Störfeld ( bei langen Narben ggf. zwei Hände benutzen) und überprüfen, ob sich in diesem Augenblick die Bv auflöst.

Sekundäre Störherde: Haben Sie alle primären Störherde gefunden und behandelt, ist das Becken meist entspannt. Trotzdem können noch weniger belastende Störherde vorliegen. Berühren Sie einen solchen sekundären Störherd oder eine entsprechende Belastungszone, tritt die Bv zeitgleich erneut  auf. Die Behandlung erfolgt dann wieder am besten durch Verbindung mit dem Nabelreflex.

Energetische Störherde: Das Testen von energetischen Störherden erfolgt gleichzeitig mit der Behandlung (s.u.), da sich die Bv erst nach Ausleitung des störenden, elektromagnetischen Schwingungsmusters auflöst.

Fehlende Bv trotz Stressanamnese: Das Berühren der o.g. Störherde kann im Sinne einer kontroversen Reaktion oft zu einer leichten Anspannung des Beckenmuskeln führen.

Vorgehensweise zum Testen

Zunächst überprüfen Sie, ob eine Bv vorliegt. Differentialdiagnostisch ist dabei eine Hüftarthrose mit fester Bewegungseinschränkung der Hüfte in allen Richtungen sowie für die Adduktoren der Einfluss einer Schambeinfugen- und einer ISG-Blockade auszuschließen. Auch ein Flüssigkeitsmangel kann eine Bv auslösen. Ggf. testen Sie dies auch bzw. trinken Sie gleich etwas Wasser.

Dann stellen Sie nacheinander alle an der Bv beteiligten Störherde bzw. Schwachstellen fest.

1. Fremdkörper:

  • Schmuck: Legen Sie falls vorhanden nacheinander Ohrringe ( liegen ev. auf Akupunkturpunkt), eine geschlossene Halskette aus Metall ( stören ev. durch Unterbrechung des Energieflusses in den Meridianen) oder eine Brille mit Metallbügel ( stört ev. durch Verbindung der beiden Gehirnhälften) ab und kontrollieren Sie jeweils danach Ihr Becken. Ein Nabelpiercing stört immer und wenn Sie es trotzdem behalten wollen, brauchen Sie gar nicht weiter zu lesen. Die anderen Fremdkörper stören Sie vielleicht nicht mehr so, wenn Sie alle anderen Stressfaktoren entlastet haben, denn mit einem gewissen Stresslevel kann Ihr System meist umgehen. Trotzdem empfehle ich anfangs störende Ohrringe zumindest abends abzulegen.
  • Zahnschienen: Testen Sie Ihre Aufbiss-Schiene am besten erst zu Beginn und dann noch Mal zu Abschluss Ihrer Selbst- Behandlung. Selbst, wenn Ihre Schiene vor der Behandlung noch das Becken entspannt, kann es sein, dass Sie nach der Behandlung keine Schiene mehr brauchen. Führt eine leichte, passive,  seitliche Verschiebung des Unterkiefers mit und ohne Schiene zu einer Entspannung des Beckens, praktizieren Sie regelmäßig die oben beschriebene Version der Nabel-Hals-Kieferintegration und teilen Sie Ihre Beobachtung Ihrem Zahnarzt mit.

2. Schlüsselzonen:

  • Vorderer Hals: Legen Sie oder Ihr Partner bzw. Patient eine Hand quer unter das Kinn auf den Hals und überprüfen erneut die Bv. Behandeln Sie diese Region auch, wenn kein Hinweis auf einen Störherd besteht, da Sie über die Verbindung der sensiblen Rachen- und Kehlkopfnerven Ihren Vagusnerven aktivieren.
  • Flanke: Diese ist auf Grund der Nähe zu den Nebennieren, Nieren, dem Sonnengeflecht, dem Vagusgeflecht am querverlaufenden Dickdarm, der Bauch- und Rückenfaszien, dem Quadratus lumborum und der 12. Rippe eine Schlüsselzone in der FIT.
  • Narben: Decken Sie eine Narbe komplett mit den Händen ab und testen Sie erneut.  Alternativ können Sie zum Testen und anbehandeln eine Narbe auch mit einem einfachen roten Laserpointer bestrahlen. Vergessen Sie nicht die Weisheitszähne oder Nasenscheidewand. Das Abdecken funktioniert auch durch die Körperschichten, wie an den Mandeln oder einer Dammschnittnarbe.
  • Energetisch störende Narben:  Ist die Annäherung oder Berührung einer Narbe bereits unangenehm, suchen Sie den Abstand aus dem heraus Sie Ihre Hand bzw. die Ihres Behandlers im Körper als Bedrängung oder Auslöser von Symptomen spüren. Halten Sie dann knapp jenseits dieses Abstandes die Hand schräg und lassen Sie den Druck in Ihrem Energiefeld abfließen.  Oft lösen sich dabei auch, zum Traumazeitpunkt nicht verarbeitete, seitdem im Unterbewusstsein, bzw. im Fasziensystem gespeicherte Emotionen. Wenn Sie keinen Druck mehr spüren, so etwa nach ein bis zwei Minuten, testen Sie erneut die Bv.
  • Tief liegende störende Narben:  Kommt es trotz lokaler und energetischer Entstörung immer wieder zur Bv, kann die Störung auch in einer tief liegenden Narbe oder einer anderen tief liegenden faszialen Veränderung liegen. Manchmal entspannt sich die Bv bei der tiefer gehenden Berührung und manchmal erst nach der manuellen oder energetischen Behandlung. Besonders wichtig ist die Behandlung von Bauchfellnarben.
  • Andere energetisch störende Schlüsselzonen: Die starke elektromagnetische Aktivität eines Störfeldes kann sich nicht nur bei Narben, sondern auch bei anderen Irritation  bis in die Umgebung der Irritationszone innerhalb und auch außerhalb des  Körpers  projizieren. Besonders bei Schlüsselzonen im Fasziensystem reagiert der Körper dann auch meist mit einer Bv.  Der Nachweis erfolgt wieder durch die Auflösung der Bv,  jedoch erst nach der energetischen Entlastung. Oft ist die diese auch verbunden mit einer emotionalen Entlastung.  Somit kann die Entlastung der Bv als Beweis für die Existenz einer sogenannten Aura und deren Wechselbeziehung mit dem Körper und der Psyche gesehen werden.

3. Schlüsselgelenke:

  • Atlas: Legen Sie eine Hand quer unter den Nacken oder berühren Sie den Atlasquerfortsatz unter dem Ohr mit einem Finger und testen Sie gleichzeitig die Bv.
  • Kiefer: Berühren Sie ein Kiefergelenk und testen Sie erneut die Bv. Stört Ihr Kiefer, testen Sie die entlastende Verschieberichtung. Zum Testen einer Aufbissschiene entlasten Sie komplett Ihr Becken und testen dann die Schiene oder legen die Schiene in den Mund und prüfen, ob die Schiene die Bv entlastet.
  • Chronische Irritationen: Legen Sie eine Hand auf einen chronisch blockierten Wirbel oder ein chronisch krankes oder instabiles Gelenk. Vergessen Sie die wichtigen Fußwurzelgelenke nicht.

7 Behandlung mit Integrationstechniken

7.1. Schlüsselzonenintegration im vegetativen Nervensystem 

Die Aufgabe der Nabelhand: Bei allen Basistechniken der Nabelintegration liegt eine Hand entspannt auf dem Bauch und der Mittelfinger deutet ein sanftes Schieben des Nabels in die Richtung mit dem geringsten Widerstand an, bleibt dann so sanft wie möglich in dieser angedeuteten Richtung im Nabel und begleitet ggf. entstehende Mikrobewegungen des Nabels.

Durch dadurch eingeleitete Entspannung des Fasziensystems führt zu einer Entlastung der damit verbundenen sympathischen Nervenendigungen. Möglicherweise werden dabei vorher blockierte Elektronen frei gesetzt, die dann mit der zweiten Hand an energiebedürftige Zonen weiter geleitet werden können.

Die Aufgabe der zweiten Hand: 

7. 1. 1. Nabel-Halsintegration

a Grundposition

Bei der wichtigsten Entspannungsübung bei Stress sowie Infekten liegt der Unterarm auf der Brust und die zweite Hand vorne quer am Hals. In der Folge lässt sich eine Entlastung des vegetativen Nervensystems beobachten über eine Entstörung von Mandeln, bzw. Mandelnarben und Schilddrüse sowie eine örtliche Anregung des Hauptnerven des parasympathischen Nervensystems, des Vagus über dessen Verbindung zu den inneren Hals- und Brustnerven.

b erweiterte Positionen

1 Nabel-Hals-Kiefer-Augenintegration
Wenn sich das gut anfühlt oder sich bei der Untersuchung eine Belastung des Kiefers als Hinweis auf eine mögliche  Craniomandibuläre Dysfunktion gezeigt hat,  kann aus der Grundposition gleichzeitig
ein Links- bzw. Rechtsschub des Unterkiefers durch Schub des Daumens oder Mittelfingers erfolgen.  Anschließend legen Sie beide Hände auf die Kieferregion mit dem Daumen unter dem Unterkiefer und heben bzw. schieben den Unterkiefer sanft in die angenehme Richtung. Die Kleinfinger können dabei gleichzeitig auf den Augenlidern liegen, um die Augen zu entlasten (s.u.). Die auf dem Gesicht liegenden Hände haben über die Verbindung der Gesichts- und Kiefernerven mit dem Vagus auch eine direkte Wirkung auf das ANS.

2 Nabel-Hals-Brustbeinintegration: Wenn dies zusätzlich zu einem vertieften Atemzug führt , kann auch gleichzeitig der vordere Halsbereich leicht angehoben oder seitlich verschoben werden und mit dem Unterarm das Brustbein nach oben oder unten gekippt werden. Die auf dem Hals und oberen Brustkorb liegende Hand hat über die Verbindung der sensiblen Hals und Speiseröhrennerven mit dem Vagus auch eine zusätzlich entlastende Wirkung auf das ANS.

7.1.2. Flankengriff

a Grundposition

Bei der ersten Position der Nabelintegration mit gleichzeitigem Flankengriff liegt die Handfläche hinten auf dem tiefen Lendenmuskel (Quadratus lumborum) und der großen Rückenfaszie sowie den Nieren und Nebennieren zwischen Rippen und Becken.Die Übung ist besonders angezeigt, wenn sich die Nierenregion kalt anfühlt und kälteempfindlich ist. Aus Sicht der TCM beruhen chronische Rückenschmerzen auf einer Nierenschwäche und rein funktionell können Rückenschmerzen durch den Quadratus lumborum durch Kälte und Überlastungen, wie langes Sitzen oder Liegen oder viel Bücken getriggert werden.

b Erweiterte Positionen 

1 Nabelhand: Die auf dem Bauch liegende Hand schiebt die Bauchdecke großflächig leicht in die freie Richtung, bzw. in Richtung der Flankenhand. Die freie Richtung entspricht in der Regel der Drehungsrichtung der Bv, als meist nach rechts.

2 Flankenhand: Mit dem Kleinfingerballen können Sie zusätzlich die untersten Rippen etwas nach hinten schieben und zur Entlastung des ISG mit dem Daumen den vorderen Beckenkamm.

7.2.  Augenintegration    

Auch eine Überlastung der Augen oder Ohren kann, bei Vorliegen einer entsprechenden Schwäche mit Benutzung einer Seh- oder Hörhilfe  eine Bv auslösen. Testen Sie dazu Ihr Becken bei gleichzeitigem Auflegen der Hände auf die Augen, bzw. Berührung Ihres Gehörganges mit den Fingern. Zur Entlastung der Augenmuskeln legen Sie beide Handballen für eine Weile sanft auf die Augen, ggf. mit sanftem Schub in die angenehme Richtung. Sie können auch nacheinander beide Augen mit dem Nabel verbinden. Oft liegt auch schon eine Belastung des energetischen Umfeldes der Augen vor. Um dies festzustellen nähern Sie beide Handflächen aus dem größtmöglichen Abstand an Ihre Augen an. Spüren Sie eine leichte Spannung auf den Augen, oder gar eine Zunahme irgendwelcher Symptome, öffnen Sie die Hände leicht, damit der Druck abfließen kann und kontrollieren Sie zur Bestätigung eines Zusammenhanges direkt danach Ihr Becken. Die Erfahrung zeigt, dass sich die regelmäßige Behandlung auch positiv auf die Sehkraft auswirkt.  Die energetische Testung und Entlastung der Ohren erfolgt analog. Beide Organe können auch emotional oder energetisch belastet sein, durch Hören oder Sehen von belastenden Erlebnissen oder nach Operationen.

7.3. Narbenintegration
Zeigt sich bei der Untersuchung eine störende Narbe als Auslöser der Bv können Sie diese wie folgt entlasten bzw. entstören.l

7.2.1. Nabel-Narbenintegration: Sind Narben vorhanden, werden sie in ihrem ganzen Verlauf nach und nach sehr sanft für einige Minuten vom Patienten oder Therapeuten mit den Fingerspitzen in die angenehme Richtung, die auch den geringsten Widerstand zeigt, verschoben und dadurch ortho-bionomisch entlastet. Gleichzeitig entspannt der Patient mit einem Finger der Bauchnabel. Für die Wiederholungsbehandlung reicht es meist die Narbe mit einer Hand abzudecken und ganz leicht in die freie Richtung zu schieben, während ein Finger der anderen Hand den Nabel entspannt.  Auch tiefe Narben, wie nach Mandelop. oder Dammriss oder im Bauchfell nach Blinddarmop. oder Kaiserschnittt können durch längeres Auflegen der Hand mit Verlagerung der Aufmerksamkeit in die Tiefe auf diese Weise entstört werden, wie sich jeweils an einer Auflösung der Bv zeigt.

7.2.2. Energetische Narbenintegration: Bei besonders stark traumatisierten oder sehr sensiblen Narben wartet die leicht schräg gehaltene Hand des Behandlers in dem Abstand zum Körper, den der Patient noch als angenehm spürt, bis die leichte Spannung zwischen Therapeutenhand und Narbe nachlässt, während gleichzeitig vom Patienten eine Nabelintegration, am besten als Verbindung des Nabels mit der zugehörigen Schmerzzone  durchgeführt wird. Der Abstand kann je nach Traumatisierung zwischen einigen Metern und ca. fünfzig Zentimetern variieren.

Auch der Nabel kann als „Urnarbe“ energetisch stören, z.B. in Folge von eigenem oder mütterlichem Stress  während der Schwangerschaft oder Entbindung, aber auch durch spätere emotionale Traumata. Meist wird die Berührung des Nabels dann als sehr unangenehm empfunden. Die Entlastung erfolgt dann zunächst wieder energetisch  mit der schräg gehaltenen Hand über dem Nabel in dem Abstand,  in dem der Patient die Hand gerade eben noch fühlen und noch gut tolerieren kann. Erst wenn der Druck  und die oft damit verbundenen, nicht verarbeiteten  Emotionen abgeflossen sind, kann die weitere Nabelintegration mit Berührung des Nabels erfolgen.

7.2.3. Narben-Schmerzzonenintegration: Die Entlastung einer Narbe setzt auch Energie frei, die Sie mit Ihrer anderen Hand an eine Schmerzzone leiten können. Besonders effektiv ist die Behandlung, wenn Sie feststellen,  durch die Entstörung welcher Narbe sich welche Schmerzzone entspannt und diese dann immer  wieder bei Bedarf mit der Narbe entlastend verbinden.

7.3. Schlüsselgelenks- und Schmerzzonenintegration im Fasziensystem 

Auch traumatisierte bzw. überlastete Schlüsselgelenke und andere Faszienregionen können eine Bv auslösen. Das erkennen Sie an einer vorübergehenden Entspannung des Beckens bei deren Berührung.

7.3.1. Schmerztherapie 

Zur Schmerz- und Entspannungsbehandlung sowie Vorbereitung der weiteren Behandlung  können Sie wieder wie beim Flankengriff eine Verbindung mit dem Nabel anwenden.

a Nackengriff: Die zweite Hand liegt quer am Nacken mit dem Kleinfinger am Schädelrand und entlastet die HWS sowie über die Verbindung mit dem zurück kehrenden Vagusast das ANS.

b weitere Beispiele sind die Schulter-Nackenregion, die vordere Schulterregion, der Ellenbogen oder die Achillessehne. Aber auch Organe wie der Darm oder die Unterbauchorgane können auf diese Weise entlastet werden.

Erweiterte Position: Die zweite Hand entlastet zusätzlich wie im folgenden Abschnitt beschrieben durch punktuellen Druck oder Umfassen und leichtes Verschieben der Gelenke in die freie Richtung.

7.3.2. Orthobionomische Schlüsselgelenksintegration 

Die ortho-bionomische Entlastung erfolgt immer in die sogenannte freie Richtung, die sich auch am angenehmsten anfühlt, am leichtesten geht und meist direkt einen tiefen Atemzug veranlasst. Die hier vorgestellten Techniken berücksichtigen den Verlauf der von den Füßen bzw. Händen bis zum Schädel verlaufenden Muskel-Faszienverbindungen, den myofaszialen Meridianen nach Myers. Aus didaktischen Gründen stelle ich für jede Schlüsselregion drei Schlüsselgelenke und ihre Behandlung vor.

a Kreuzbeinintegration
Für die Lösung von LWS- und ISG-Blockaden und Verspannungen der hinteren Beckenregion wird die auf ortho-bionomischen Prinzipien beruhende  Kreuzbeinintegrationstechnik vorgestellt:
1. LWS und ISG: Dazu werden in Bauchlage die Beckenknochen jeweils zu dem irritierten LWS-Gelenk bzw. ISG angehoben und solange gehalten, bis sich die druckschmerzhafte Verspannung dort auflöst und anschließend vorn mit einem Kissen unterlagert.

2. Quadratus und 12. Rippe: Besteht noch eine Verspannung in der Lendenmuskulatur (Quadratus lumborum) und der zwölften Rippe wird das Gesäß zum schmerzhaften Triggerpunkt des Muskels geschoben und vorher bzw. gleichzeitig die zwölfte Rippe durch Schub in die freie Richtung , meist zur Wirbelsäule, links ggf. auch nach vorn, entlastet.

3. Kreuzbeinregion: Anschließend wird das Kreuzbein sanft in die freie Richtung verschoben. Dazu wird der Handballen handbreit über der Gesäßfalte auf das Kreuzbein gelegt und ein Verspannungspunkt über dem ISG, der Gesäßmuskulatur oder an der Streißbeinspitze mit einem Finger der anderen Hand gedrückt. Wird das Kreuzbein in die richtige Richtung geschoben, verschwindet in der Regel der Schmerz über dem Verspannungspunkt. Zunächst wird ein Kippen der unteren Kreuzbeinspitze nach hinten und unten in Richtung Steißbein mit einem Kippen der oberen Kreuzbeinbasis zum Bauch hin verglichen. Die angenehmere Position wird dann ca. 2 Minuten sanft gehalten. Anschließend kann der positive Effekt eines seitlichen Kippens des Kreuzbeins überprüft werden.  Besteht noch eine druckschmerzhafte Verspannung im Gesäßbereich (Piriformis, hintere Beckenbänder) wird zunächst das gegenseitige Becken zum druckschmerzhaften Ansatz der Beckenbänder am Kreuzbeinrand angehoben und dann durch Drehung des gebeugten Unterschenkels die optimale Entspannung des Piriformis eingestellt. Aus dieser Position wird dann die Hüfte von außen zum Kreuzbein geschoben, das dabei in die freie Richtung gehalten wird.

b  Atlasintegration 

1 Zur Entlastung der vorderen Muskel-Faszienverbindungen, speziell des Kopfnickers, legen Sie ein hohes Kissen unter den Kopf und schieben erst das linke, dann das rechte Ohr in Richtung des Brustbeins.

2 Zur Entlastung der Hinterhauptsmuskeln und hinteren Faszienzügel sowie Zentrierung des Atlas legen Sie ein flaches Kissen unter den oberen Brustkorb. Ertasten Sie mit einem Finger die meist links prominente Querfortsatzspitze des Atlas in einer kleinen Kuhle unter dem Ohr und überstrecken Sie mit der anderen Hand Ihren Kopf („Glattstreichen Ihrer Stirnfalten“) , so dass Sie Ihren Tastfinger am Atlasquerfortsatz nicht mehr spüren. Halten Sie die Position eine Weile und wiederholen Sie ggf. die Prozedur rechts, falls dort auch ein Druckschmerz zu tasten ist. Anschließend verweilt eine Hand quer unter dem Nacken mit der Kleinfingerseite unter dem Hinterhauptsknochen und die andere Hand entlastet den Nabel.

3. Die übrigen Halswirbelgelenke können Sie durch Drehen und Schieben des Kopfes zum druckschmerzhaften Gelenk entlasten. Für die untere HWS beginnen Sie den Schub von der in die Gegenseite gedrehten HWS aus.

c Becken-Hüftintegration
1. Die Symphyse oder Schambeinfuge finden Sie durch Druck von oben, vorn auf Mitte des Beckenknochens. Bei der Bv verdreht sich das Becken um die Symphyse und es verbleibt eine druckschmerzhafte Verspannung, mit Auswirkung auf die beiden hinteren Beckengelenke, die ISG,  sowie den Beckenboden und über die Adduktoren auf die Knie und über die Bauchfaszien auf die Schulter- Nackenregion. Zur Entlastung heben Sie ein Bein über den schmerzhaften Punkt am Schambein bzw. der schmerzhaften Fuge oder legen Sie ein Kissen unter die Beckenhälfte, deren Erhöhung den Druckschmerz entlastet. Sie können die Symphyse auch schon während der Nabelintegration, am besten jedenfalls vor der ISG- Behandlung, durch ein Kissen unter dem Gesäß entlasten.

2. Hüftgelenk: Nicht nur ein verspannter Rückenstrecker oder Hüftbeuger oder ein blockiertes ISG, sondern auch ein „verrenktes“ Hüftgelenk kann für Schmerzen im Gesäßbereich und eine funktionelle Beinlängendifferenz  verantwortlich sein, in diesem Fall für eine scheinbare Beinverlängerung. Die Behandlung erfolgt zunächst nach Dorn durch Strecken des, in Hüfte und Knie rechtwinklig gebeugten Beines gegen Widerstand eines hüftnah um den Oberschenkel geführten, von beiden Seiten nach oben gehaltenen Bandes
(z.B. Bademantelgürtel oder Terraband).

Anschließend lehnen Sie Ihr in Hüfte und Knie gebeugtes Bein seitlich an eine Wand oder Ihren Partner und schieben von der Seite den Hüftkopf in die Pfanne.

3. Ein wichtiger Schlüsselpunkt im vorderen Fasziensystem, nicht nur bei Schmerzen im Leistenbereich, ist auch die vordere Beckenkammregion als Verbindungspunkt von Kniestreckern, Hüftbeuger (Darmbeinmuskel) und schräger Bauchmuskulatur. Die Entlastung erfolgt durch Schub, der in Hüften und Knie gebeugten Beine zur Leiste hin. Legen Sie dazu Ihre gleichseitige Wade auf das gegenseitige, aufgestellte Knie und ziehen Sie, ggf. mit einem Handtuch oder Terraband Ihr Knie zur Leiste. Sie spüren die Entlastung an einem Nachlassen des Druckschmerz am vorderen Darmbeinstachel.

d Knieintegration

Bei Kniebeschwerden legen Sie eine Rolle unter den Oberschenkel und testen, ob sich ein Druckschmerz am inneren Kniegelenksspalt (1) sowie außen am Wadenbeinköpfchen ( 2) eher durch Vor- oder Zurückschieben entlastet und halten diese Position. Sie können das Knie auch aus der unter c 3 genannten Position heraus mit entlasten. Positionieren Sie entsprechend das Handtuch über der Kniescheibe oder dem Schienbein. Das Wadenbeinköpfchen müssten Sie ggf. noch zusätzlich mit Ihren Fingern in dessen freie Richtung schieben, fall diese vom Schienbein differiert.

e Fußintegration

Die faszialen Längsbahnen sind an den Fußwurzelknochen verankert und bilden von dort als „Steigbügel“ das Fußgewölbe. Verspannungen des Fußgewölbes können entsprechend auch für eine Bv oder Rücken- oder Nacken- Kopfschmerzen mit verantwortlich sein.  Testen Sie das Gelenk am oberen Ende des 1. Mittelfußknochens in der Mitte Ihres inneren Fußrandes (1) (Verbindung zur 12. Rippe) sowie die Außenseite Ihrer Ferse (2) (Verbindung über das Wadenbein zum ISG und 5.Lendenwirbelgelenk) auf Vorliegen eines Druckschmerzes und entlasten Sie diesen durch passives Anheben oder Absenken des Fußgewölbes(1)  bzw. Vor- oder Rückschub der Ferse (2). Bei der typischen Ganzkörperverwringung möchte der Fußinnenrand links oft nach hinten und rechts meist nach oben entlastet werden, sowie die Ferse links meist nach vorne und rechts meist nach hinten. Knapp vor dem äußeren Fersenrand liegt noch das Würfelbein (3). Entlasten Sie auch dieses bei Druckschmerz durch Schub entweder des Würfelbeins oder der angrenzenden prominenten Basis des 5.Mittelfußknochens in die freie Richtung nach oben oder unten.

f obere Brustkorbintegration 

Die Bv setzt sich nach oben fort in eine Verwringung des Brustkorbes.

1. Die Gelenke der oberen und mittleren Brustwirbelsäule (BWS) ertasten Sie wie die LWS Gelenke in der Rinne neben der Wirbelsäulenmitte ( Dornfortsatzreihe) und entlasten sie durch Anheben des gleich- oder gegenseitigen Schulter.

2. Die vorne am Brustbeinrand druckschmerzhaften Rippen drücken Sie von hinten direkt neben der Wirbelsäule und knapp daneben mit dem Finger nach vorne, so dass sich die Verspannung am Brustbeingelenk löst.

3. Die erste Rippe ertasten Sie seitlich im Nacken-Schulterwinkel und entlasten sie durch Schub des nach außen gedrehten seitlich abgespreizten Armes zur Rippe hin.

g Schulterintegration 

Bei Stress ziehen wir die Schultern meist unbewusst hoch durch Verspannung des Schulterblatthebers (1, Levator scapulae), der an der oberen, inneren Schulterblattecke ansetzt. Zur Entlastung schieben und kippen Sie das Schulterblatt nach oben oder unten in die Richtung, die den Druckschmerz dort reduziert. Sehr häufig findet ist der Triggerpunkt des unteren Schultergrätenmuskels ( 2, Infraspinatus ) in der Mitte des Schulterblattes aktiviert und kann dann für Nacken-Kopf- und Armschmerzen verantwortlich sein.  Sie können ihn durch Schub des nach hinten gebeugten Ellenbogens zum Punkt hin entlasten.  Die Fortsetzung der  Faszienketten von  Nacken und Schulterblatt geht über den Sägezahnmuskel ( 3. Serratus ) zu den oberen acht Rippen. Bei Druckschmerz am Schulterblattrand schieben Sie in Seitlage die Rippen von vorn zum Schulterblatt.

h Armintegration

1. Schlüsselbein: Der Arm hat lediglich mit dem Schlüsselbein eine knöcherne Verbindung zum Skelett. Dessen Ansatz am Brustbein  entlasten Sie durch Kippen des Brustbeins nach oben oder unten und dessen Ansatz am Schulterblatt durch Schub des angewinkelten Ellenbogens nach oben oder unten gegen einen Widerstand .

2. Speichenköpfchen: Die wichtigste gelenkartige Verbindung für die Armfaszien ist die Verbindung zwischen Speichenköpfchen und Elle. Schieben Sie diese bei Druckschmerz entweder nach vorne oder hinten.

3. Zur Entlastung der vorderen Schultermuskeln, v.a. des Biceps und bei eingeschränkter Schulterabspreizung ziehen Sie mit der gegenseitigen Hand die vordere Schultermuskulatur zum Brustkorb und entlasten mit der anderen Hand den Nabel.

7.4. Energetische und emotionale Schlüsselzonenintegration 

7.4.1.  Alltagsstress 

Für die Entlastung vom emotionalen Alltagsstress reicht es beide Hände an die jeweilige Stresszone , z.B. über dem Kopf, vor dem Hals-Brustbereich oder vor dem Bauch kreisförmig anzunähern bis an den Rand der Grenze, wo ein Druck auf den Körper spürbar wird und nach vorne geöffnet zu halten, damit sich die übermäßige Spannung lösen kann. Bei der Entlastung kann man oft genau spüren, welcher emotionale Stress sich entlädt. Oft sind es die Probleme oder Sorgen anderer Menschen, die mit unserem Fasziensystem in Resonanz gekommen sind und uns nun unbewusst belasten. Es empfiehlt sich diese Entlastung vor den übrigen Integrationstechniken durchzuführen. Das Foto zeigt den Abstand der Hände, nachdem die energetische Stresswolke bereits deutlich geschrumpft ist. Zu Beginn bilden die Arme meist einen größeren Kreis.

7.4.2. Traumata 

Traumata hinterlassen oft Spuren im Bindegewebe, insbesondere in Narben und Faszien, aber auch oft im Energiefeld des Körpers, der sogenannten Aura. Eine energetische Belastung in der Umgebung des Körpers erkennen Sie durch langsames Annähern einer Hand an die vermutete Belastungszone und Verweilen mit leichter Schrägstellung der Hand genau jenseits der Grenze, an der die Annäherung der Hand nicht mehr als unangenehm empfunden wird.
Bei der Traumabehandlung kann dieser Abstand auch Mal viele Meter betragen und die Diagnostik und Behandlung ist dann nur mit einem Partner oder Therapeuten möglich. Frei werdende Emotionen geben dann jeweils einen Hinweis darauf, was Sie belastet hat. So hilft die Integrale Behandlung die gestauten, zum Trauma- oder Stresszeitpunkt verdrängten Emotionen bewusst zu machen, zu lösen und zu integrieren. Dadurch werden Sie nicht nur faszial sondern auch emotional wieder schwingungsfähiger und insgesamt belastbarer. Bei der direkt anschließenden Untersuchung zeigt sich nicht nur ein grundsätzlich immer entspanntes Becken. Oft ist die Entlastung des Systems so umfassend, dass keine der zuvor festgestellten Störherde mehr  eine Störung verursachen.

8 Sonstige Stressfolgen bei Überlastung des vegetativen Nervensystem

Das vegetative Nervensystem steuert alle unbewussten Körperfunktion, wie Herz-Kreislauf- oder Darm- und Drüsentätigkeiten, aber auch die Gehirndurchblutung und Zellneubildung. Die Regulation zwischen Leistungsmodus oder Sympatikotonus, sowie Entspannungsmodus oder Parasympatiko- b.z.w. Vagotonus erfolgt über das vegetative Nervengeflecht im Oberbauch, das Sonnengeflecht und über die Nebennieren.
Die Übertragung von körperinternen Informationen geschieht sowohl über das Nervensystem und hormonell über den Blutkreislauf, als auch über die Zwischenzellsubstanz, das sogenannte Grundsystem nach Pischinger und das Fasziennetz.
Faszien überziehen als dünne Bindgewebshaut alle Organe und Muskeln. Dem Nabel kommt dabei als wichtigster vorderer Aufhängungspunkt des Fasziensystems mit Bezug zu den Stressorganen und dem Sonnengeflecht im Oberbauch sowie zur großen Rückenfaszie eine zentrale Rolle zu. Übermäßiger Stress kann zu einer Regulationsstörung des vegetativen Nervensystems führen.
Mögliche Folgen außerhalb des Bewegungsapparates sind ein geschwächtes Immunsystem, Arteriosklerose und erhöhtes Herzinfarktrisiko,Magen-Darmgeschwüre, chron.Müdigkeit, Libidoverlust und andere psychosomatische Erkrankungen sowie ein beschleunigter Alterungsprozess. und Ihre vegetative und hormonelle Regulationsfähigkeit und damit Ihre Selbstheilungskräfte werden angeregt. Die Integrationstechniken können dadurch jede andere Therapie, einschließlich einer psychotherapeutischen Therapie unterstützen.  Zur Befreiung des Energiefluß und Entschlackung des bindegewebigen Grundsystems kann auch eine Ernährungsumstellung, eine orthomolekulare Behandlung, eine Akupunktur auf Basis der TCM oder eine Neuraltherapie hilfreich sein.

9 Die Beckenverwringung als Stressanzeiger

Immer wenn Ihr Körper vegetatives Nervensystem übermäßig gestresst ist, verspannt sich auch Ihre Hüftmuskulatur im Sinne einer vollständigen oder teilweisen Beckenverwringung. Dabei spielt es keine Rolle,ob es sich um psychischen oder körperlichen Stress handelt. So können z.B. das unbewusste Schonhinken nach einer Fußverrenkung, eine allergene Belastung durch Pollen, Hausstaub, Milben oder Nahrungsmittel, ein ungünstiger Bettplatz, eine anhaltende, übermäßige Strahlenbelastung durch Elektrosmog aber auch ein bewusster oder unbewusster Ärger zu einer Beckenverwringung führen.

Wenn Sie regelmäßig Ihre Beckenmuskeln wie beschrieben testen, erkennen Sie was Ihnen Stress bereitet und wann Sie wieder Ihre Nabel- und ggf. Narbenintegration durchführen sollten.

10 Nachbehandlung

Die regelmäßige Durchführung von Nabel- und Narbenintegration, v.a. nach Stress unterstützt die Entspannung und damit Regulationsfähigkeit des vegetative Nervensystem. Klinisch zeigt sich das an der Auflösung der Beckenverwringung und Entspannung von schmerzhaften Muskelverspannungen und therapeutisch an einer verbesserten Ansprechbarkeit auf Behandlungsangebote wie manuelle Therapie, Akupunktur etc. sowie einer Stabilisation des Entspannungs- und Gesundheitszustandes.

Denn nur im Entspannungszustand funktionieren die Selbstheilungs- und Regulationskräfte des Körpers sowie das Immunsystem harmonisch. Das heißt der Körper erholt sich schneller und wird leistungs- und erlebnisfähiger.

Auf ausreichendes Trinken vor und nach der Behandlung ist zu achten, sowie auf eine Entspannungsphase nach der Behandlung, um frei gewordenen Emotionen und der Regulationsreaktion des Körpers Raum und Zeit zu geben und Ihrer Batterie Zeit zu geben, dass sie sich wieder mit Botenstoffen auflädt.
Störende Fremdkörper sollten weitgehend v.a. nachts weggelassen werden.
Zumindest die Nabelintegration mit vorderem Hals- sowie Flankengriff sollte, insbesondere auch von Therapeuten täglich angewandt werden und bei Hinweisen auf eine emotionale oder energetische Belastung sollten auch die Aura bzw. störende Narben mit behandelt werden. Therapeuten sollten ihr System zusätzlich nach jeder intensiven energetischen Behandlung, aber spätestens nach einem Behandlungstag, durch die Auraentlastungstechnik von  übernommenen Schwingungen befreien.

 

Weitere Informationen auf unserer Webseite u.a. unter Integrale Orthopädie und in den Büchern:

Neue Chance gegen SchmerzenFaszien Integrationstherapie

und demnächst: Heilung aus der Körpermitte

und in unseren Seminaren

Einen ortho-bionomischen Therapeuten in Ihrer Umgebung sowie Informationen zur Ausbildung in der Ortho-Bionomy finden Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Ortho-Bionomy unter www.dgob.info

und dem Deutschen Institut für Ortho-Bionomy www.0rtho-bionomy.de